Kapitel 19 Wochenende in Leipzig Teil 2

Adriana Chechik

Kapitel 19 Wochenende in Leipzig Teil 2
Als alle wieder ihre Kleidung gerichtet hatten und Mark und Andy einander begrüßt hatten, begannen die Männer damit, die bereits leeren Möbel in den Transporter zu tragen. Sandra packte derzeit die verbliebenen Sachen in Kartons. Es war gegen ein Uhr, Andy und Mark kamen gerade aus dem Transporter, als eine sehr attrakitve, brünette Frau das Treppenhaus vor ihnen hinaufstieg. Beide Männer grinsten sich zu. Von der einstigen Rivalität war nicht mehr viel geblieben. Viel mehr verband sie nun. Es war Sandra. Für Andy, sein ein und Alles. Für Mark seine beste Freundin und derzeit auch seine beste Sexpartnerin. Umso mehr blieb den Männern der Mund offen stehen, als die vor ihnen gehende Frau in die Wohnung abbog und der dort packenden Sandra in die Arme fiel. Sandra stellte belustigt die Gesichter der Männer fest. Sie stellte Martina den Herren vor. Bei Mark machte es klick, hatte er doch schon das ein oder andere mal von ihr gehört. Andy hingegen war vollkommen ahnungslos. Höflich stellte er sich vor. Martina stellte dann ernst fest „Du bist also der Grund warum Sandra unser schönes Leipzig wieder verlässt.“ Andy reagierte vollkommen gelassen „Touche Madame. Dem kann ich nichts hinzufügen ausser, dass ich den Fehler sie gehen zu lassen, kein zweites mal begehen konnte“ Die Runde lachte über Andys Schlagfertigkeit. Auch wenn es keiner Aussprach so freuten sich letztlich doch alle darüber, dass Sandra ihr Glück wieder erkannt hatte. Selbst Mark, der sie immer noch nehmen durfte, aber dem vom ersten Treffen an klar war, dass er diese Frau nie halten konnte. Insgeheim bewunderte er Andy, mit welcher scheinbaren Gelassenheit und Demut er ihr Treiben ertrug. Keine zwei Stunden später waren alle Habseeligkeiten im Transporter verpackt und verzurrt. „Wow, ging schneller als gedacht“ stellte Sandra fest. „So viel hattest Du nun auch nicht“ merkte Andy an. „Stimmt“ gab ihm Mark recht. „Was machen wir jetzt?“ fragte Martina. „Gang Bang“ stichelte Mark. Alle lachten. „Erstmal essen wir nebenan noch einmal. Die Kneipe wird mir fehlen.“ Alle nickten. „Heute Abend würde ich gerne mit Euch in den Club gehen“ Sandra wusste, dass sie dort Rick über den Weg laufen würde. Aber es gab keinen besseren Ort, um ihren Abschied zu feiern.

So kam es dann auch. Mark meldete sich zum umziehen ab. Sandra, Martina und Andy fuhren zu Martinas Anwesen um sich dort ebenfalls für den Abend zurecht zu machen. Martina wählte ein eng anliegendes, weit fallendes Lederkleid. Sandra ihr Schlangen-Outfit und Andy einen simplen Latex Overall mit eingearbeiteter Maske. Er hatte nichts anders. Sandra telefonierte noch kurz mit Mark und eine Stunde später trafen sie sich mit ihm vor dem Eingang. Geschickt lotste Mark Andy von den Damen entfernt an Rick vorbei. Sie waren schon im Club, als Rick seine Ex erkannte. „Hi“ gab Sandra von sich. Ricks Augen zogen sich zusammen. „Hi“ presste er heraus. „Ich gehe morgen zurück zu meiner Familie“ wollte Sandra erklären. „Schön für Dich“ blaffte Rick zurück. „Rick, ich will Dich nicht ärgern. Es gibt nur keinen anderen Club in den wir gehen können. Kannst Du, demzuliebe, was mal war einfach keine Dummheiten machen und wir gehen danach getrennte Wege?“ Es kam keine Reaktion von ihm. Martina zog Sandra in den Club. „Es wird eskalieren“ meinte Sandra. „Ja, das wird es. Aber bis dahin geniessen wir den Abend.“ stimmte Martina ihr zu.

Und so tranken und tanzten sie. Mehrere Stunden verlief der Abend sehr harmlos. Es war schon nach 2 Uhr, Mark tanzte wie schon den ganzen Abend eng an Sandra. Andy befand sich immer dezent im Hintergrund. So war es auch nicht Andy, dem zwar der Zorn gebührte, derjenige, der von der Security nach draussen geführt wurde, sondern Mark. Protestierend wollte er wissen, was er bitte falsch gemacht habe. Andy redete nebenbei ebenso auf die muskulösen Männer ein. Das führte dazu, dass auch er von einem weiteren Security Mitarbeiter, ebenso wie Mark des Clubs verwiesen wurde. Als beide protestierend auf dem Bürgersteig vor Rick standen kam es zum Eklat. „Hausverbot auf Lebenszeit“ Was für Andy eine unbedeutende Drohung war, war für Mark bittere Realität. Es gab hitzige Diskussionen bis hin zum Geschrei, als ein „Stop verdammt noch mal“ von Sandra umgehend Ruhe einbrachte. „Was soll die Scheisse Rick?“ stellte ihn Sandra zur Rede. „Auffälliges Verhalten, Gepöbel, Hausverbot, Ende“ Sandra baute sich vor dem breiten Mann auf „Rick das ist Bullshit. Das weisst, Du. Du machst hier gerade meine Freunde nieder, weil wir keine mehr sind.“ Jetzt erst machte es bei Andy „klick“ Der Bulle vor ihm war Rick. Der Rick. Der Mann, der als einziger neben ihm mit Sandra eine ernste Beziehung in den letzten 20 Jahren hatte. Der massive Mann versuchte es mit simplen unlogischen Erklärungen. „Rick!!! Hör mit der Scheisse auf!!! Diese zwei Männer können nichts dafür, dass ich so bin, wie ich bin!!!“ Andy wusste nicht viel von der Beziehung aber aus den Bruchstücken hier erfuhr er, dass es kein schönes und einvernehmliches Ende gab. Martina und Mark hielten sich am Rande des Gehsteiges auf und beobachten still den Disput. „Wenn Du das scheiss Hausverbot nicht sofort aufhebst, gehe ich zu Hugo und kläre die Sache. Ein für alle mal.“ kurze Pause „Hörst Du Dickkopf, was ich sage???“ Die Miene des Riesen wurde weicher. Nein sie wechselte komplett. Von dem trotzigen Bullen war nur ein verletzter Haufen übrig. Er deutete Sandra in die Nebenstrasse zu folgen. Sie wiederum gab den anderen durch ein Nicken zu verstehen, dass alles in Ordnung sei. Fünf Minuten später stand Sandra bei den Andren und sah Andy in die Augen. „Ihr fahrt jetzt nach Hause. Ich komme nicht mit. Mach Du dir bitte weder Sorgen noch Gedanken. Im schlimmsten Falle wird es eine Situation, wie heute Mittag, nur dass Du nicht dabei bist. Vielleicht reden wir auch nur. Ich bin es ihm schuldig!“ mit einem kurzen Kuss verabschiedete sich Sandra von Andy. Mark und Martina zogen ihn mit ins Taxi uns sie fuhren davon. Tausende Gedanken schwirrten in seinem Kopf umher. Auch Martinas Worte konnten ihn nicht ablenken. Sicher war, Sandra würde mit zu ihm kommen. Aber war das wirklich so sicher?

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